Wenn ich morgens an meine Betta-Becken trete, kommen die Männchen sofort an die Scheibe und betteln, als hätten sie seit Wochen nichts bekommen. Genau das ist die Falle: Betta tun immer so, als würden sie verhungern — und wer darauf reinfällt, füttert sie krank. Überfütterung ist der häufigste Pflegefehler beim Kampffisch, noch vor dem zu kleinen Becken.
Dabei ist die Ernährung eigentlich simpel, wenn du eine Sache verinnerlichst: Betta ist ein Fleischfresser, kein Allesfresser.
Betta ist strikt karnivor
In der Natur jagt Betta Insektenlarven, kleine Krebstiere und Anflugnahrung von der Oberfläche. Sein Verdauungstrakt ist auf Protein ausgelegt, nicht auf Pflanzenkost. Trotzdem landen unzählige Bettas bei billigem Allround- oder Goldfischfutter — und bekommen über Monate Verstopfung und Organprobleme.
Die Regel: hoher Proteingehalt, tierische Basis. Pflanzliche Flocken als Hauptfutter sind tabu.
Das Hauptfutter: Betta-Spezialfutter
Ein gutes Betta-Trockenfutter (Flocken oder Softgranulat mit über 45 % Protein) ist die Basis. Wichtig ist, dass es oben schwimmt oder nur langsam sinkt — Betta frisst von der Oberfläche und aus dem freien Wasser, nicht vom Boden.
Empfehlung: Tetra Betta Flakes* — proteinreiche Flocken speziell für Kampffische, mit Krill, schwimmen oben. Das ist mein Standard-Trockenfutter zwischen den Frostfutter-Tagen. Aktuellen Preis bei Amazon prüfen →
Tetra
- Speziell für Kampffische und Labyrinthfische
- Proteinreich mit Krill und kleinen Krebstieren
- Schwimmende Flocken — Betta fressen von der Wasseroberfläche
Preise ändern sich oft täglich — den aktuellen Preis siehst du nur im Shop.
Wer lieber Granulat füttert (weniger Sauerei, exakte Portionierung), ist mit einem Betta-Softgranulat gut bedient:
Empfehlung: sera Bettagran* — Softgranulat speziell für Kampffische, mit Carotinoiden für kräftige Farben. Sinkt langsam, sodass dein Betta in Ruhe aus dem freien Wasser frisst. Aktuellen Preis bei Amazon prüfen →
sera
- Softgranulat speziell für Kampffische
- Carotinoide für kräftige Rot- und Blautöne
- Sinkt langsam — Betta frisst aus dem freien Wasser
Preise ändern sich oft täglich — den aktuellen Preis siehst du nur im Shop.
Frost- und Lebendfutter: der Leckerbissen
Hier geht beim Betta die Sonne auf. Das absolute Lieblingsfutter sind schwarze Mückenlarven — wenn du die anbietest, erlebst du den Jagdinstinkt in Reinform. Dazu kommen Artemia, Daphnien und in Maßen Tubifex.
Frostfutter ist top, aber nicht jeder hat Lust auf das Aufwand-Hin-und-Her mit der Tiefkühltruhe. Eine haltbare Alternative mit demselben Protein-Kick:
Empfehlung: sera FD Artemia (gefriergetrocknet)* — proteinreiche Artemia ohne Frostfutter-Logistik, einfach eine Prise aufs Wasser. Bei mir das Wochenend-Leckerli, wenn’s mal kein Frostfutter gibt. Aktuellen Preis bei Amazon prüfen →
sera
- Gefriergetrocknete Artemia — haltbares Leckerli
- Proteinreich, ohne Frostfutter-Logistik
- Ideal als Abwechslung zum Hauptfutter
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Carotinoidhaltiges Färbefutter bringt bei rotbetonten Formen zusätzlich die Farbe zum Leuchten — dazu mehr im Arten- und Farben-Guide.
Wie oft und wie viel?
Die Faustregel, die deinen Betta gesund hält:
- Einmal täglich eine kleine Portion — so viel, wie er in zwei Minuten wegfrisst
- Ein Fastentag pro Woche — das entlastet die Verdauung und beugt Verstopfung vor
- Reste, die zu Boden sinken, immer absaugen — sie belasten das Wasser
Ein Betta-Magen ist etwa so groß wie sein Auge. Diese Vorstellung hilft beim Portionieren mehr als jede Grammangabe.
Vorsicht: Überfütterung & Verstopfung
Betta haben praktisch kein Sättigungsgefühl. Sie fressen, bis es nicht mehr geht — und manchmal darüber hinaus. Die Folgen: Verstopfung, ein aufgeblähter Bauch, Schwimmblasenprobleme (der Fisch kippt oder treibt). Kommt das vor, lässt du zwei bis drei Tage fasten; hilft das nicht, ein winziges Stück geschälte, gekochte Erbse. Mehr zu solchen Fällen im Krankheiten-Guide.
Was du deinem Betta fütterst
- Hauptfutter: Betta-Flocken oder -Granulat → Tetra Betta Flakes · sera Bettagran
- Leckerli: Frost- oder gefriergetrocknetes Lebendfutter → sera FD Artemia
- Lieblingsfutter: schwarze Mückenlarven (frisch oder Frost)
- Tabu: reine Pflanzenflocken, Goldfischfutter
Häufige Fragen zum Kampffisch-Futter
Was fressen Kampffische? Tierisches, proteinreiches Futter: Betta-Spezialflocken oder -granulat als Basis, dazu Mückenlarven, Artemia und Daphnien als Frost- oder Lebendfutter. Pflanzliche Allroundflocken sind ungeeignet.
Wie oft sollte man einen Kampffisch füttern? Einmal täglich eine kleine Portion (in zwei Minuten weggefressen), mit einem Fastentag pro Woche. Mehr schadet mehr, als es nützt.
Kann ein Kampffisch normales Fischfutter fressen? Nur als Notlösung. Betta ist karnivor — Standard- oder Goldfischfutter deckt seinen Bedarf nicht und führt langfristig zu Verstopfung und Organschäden.
Wie lange kann ein Kampffisch ohne Futter? Ein gesunder, adulter Betta übersteht problemlos eine Woche ohne Futter. Für den Urlaub brauchst du also keinen Futterautomaten — der überfüttert eher.
Wenig, hochwertig, tierisch — und ein Fastentag die Woche. Damit machst du beim Füttern alles richtig und ersparst deinem Betta die häufigste selbstgemachte Krankheit.
Weiterlesen im Kampffisch-Cluster:
- Kampffisch halten: der große Betta-Guide
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